Advent und Weihnachten

Kerze draussen nachts vor einem erleuchtetem Haus zu Weihnachten

In einem Gedicht heißt es:

„Advent,Advent ein Lichtlein brennt.
Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier.
Dann steht das Christkind vor der Tür.“

Und Kinder fügen noch hinzu:

„Und wenn das fünfte Lichtlein brennt,
dann hast du Weihnachten verpennt!“

Wahrscheinlich wird keiner von uns das Weihnachtsfest absichtlich verschlafen. Vor allem nicht die Kinder, denn sie freuen sich ganz besonders am Geburtstag von Jesus Christus selbst beschenkt zu werden. Vielleicht würden Manche Weihnachten gerne verschlafen, um der Hektik, dem Stress, den Erwartungen und dem Konsum an diesen Festtagen zu entgehen.

Damals in Israel, im Geburtsland von Jesus Christus, brannte für viele Menschen tatsächlich sprichwörtlich das „Fünfte Lichtlein“, denn sie haben die Geburt von Jesus Christus „verpennt“. In der Bibel in Matthäus 2,1-11 heißt es:

Als nun Jesus geboren war in Bethlehem in Judäa, in den Tagen des Königs Herodes, siehe, 
da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem, 
die sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern 
im Morgenland gesehen und sind gekommen, um ihn anzubeten! 
Als das der König Herodes hörte, erschrak er, und ganz Jerusalem mit ihm. 
Und er rief alle obersten Priester und Schriftgelehrten des Volkes zusammen und erfragte 
von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. 
Sie aber sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten: »Und du, Bethlehem im Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürstenstädten 
Judas; denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der mein Volk Israel weiden soll«. 
Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundigte sich bei ihnen genau nach der Zeit, 
wann der Stern erschienen war; 
und er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht genau nach dem Kind. 
Und wenn ihr es gefunden habt, so laßt es mich wissen, damit auch ich komme und es anbete! 
Und als sie den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie im 
Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er ankam und über dem Ort stillstand, 
wo das Kind war. 
Als sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut; 
und sie gingen in das Haus hinein und fanden das Kind samt Maria, seiner Mutter. 
Da fielen sie nieder und beteten es an; und sie öffneten ihre Schatzkästchen und brachten ihm Gaben: Gold, Weihrauch und Myrrhe.

Es kamen Weise aus dem Morgenland – aus dem Osten – nach Jerusalem. Diese Fremden, die auf der Suche nach dem neugeborenen König waren, hatten viel Zeit und eine Menge Reisestrapazen auf sich genommen, um ihn in einem fernen Land zu suchen. Logischerweise begaben sie zuerst zum Palast des Königs, wo man ihn vermuten würde, aber dort war keine Geburtstagsfeier…
König Herodes und die Einwohner von Jerusalem erschraken: Was für ein König? Vielleicht der Christus, der Heiland und Erlöser auf den sie gewartet hatten? Sie kannten die Verheißungen und Prophezeiungen aus dem Alten Testament vom neuen Herrscher, dem Messias:

„So wisse und verstehe: Vom Erlaß des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; …“ Daniel 9,25

Und sie wußten sogar den genauen Geburtsort!

„In Bethlehem in Judäa; denn so steht es geschrieben durch den Propheten“ Matthäus 2,5

Aber sie waren nicht vorbereitet – das eigene Volk war überrascht! Das ist schon traurig: Der Retter dieser Welt wurde geboren und die Menschen in seiner nächsten Umgebung bekamen nichts davon mit. Obwohl sie durch die Weisen wachgerüttelt wurden, gingen sie nicht mit nach Bethlehem! Der König Herodes schickt die Weisen vor – die Fremden. Er selbst hatte nie vor Jesus zu besuchen. Im Gegenteil: Er hatte Angst um seinen Königsthron und wollte den neugeborenen König töten.

So wie das Wort Gottes damals die Geburt Jesu Christi treffend voraussagte, so sagt es, dass Jesus noch einmal wiederkommen wird.

„Und er wird wiederkommen! Auf den Wolken wird er kommen, und alle werden ihn sehen, auch die, die ihn durchbohrt haben. Sein Anblick wird alle Völker der Erde in Schrecken und Trauer versetzen. Ja, amen, so wird es sein.“ Offenbarung 1, 7

Zu welcher Personengruppe gehören dann Sie?
Sind Sie ein Fremder für das „Volk Gottes“, kein „Kirchengänger“, wie die Weisen? Aber Sie sind auf der Suche nach Jesus, dem Sohn Gottes – dem ewigen Leben?
Oder sind Sie wie die Priester und Schriftgelehrten? Sie kennen vieles aus der Bibel, dem Wort Gottes und Glauben daran, aber Sie werden überrascht sein wenn er wiederkommt, weil Sie nicht damit rechnen?
Oder sind Sie vielleicht wie der König Herodes – kein anderer soll auf Ihrem Thron sitzen?

Jesus wird wiederkommen, aber nicht mehr als Kind, sondern als Richter und Herr des Universums. Dann wird er trennen zwischen denen, die sich für ihn entschieden haben, ihn in ihr Leben aufgenommen haben und denen die ihn verneint haben. Jetzt ist noch die angenehme Zeit; jetzt ist der Tag des Heils!

„Das Wort ist gewiss und aller Annahme wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu retten.“ 1. Timotheus 1,15

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzig geborenen Sohn gab, 
damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“ Johannes 3,16